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Klagenfurt - Strassenbahnen

 

Die Klagenfurter Straßenbahn war in den Jahren 1891 bis 1963 in verschiedenen Formen als bisher einzige Straßenbahn in Kärnten in Betrieb, wurde dann aber durch betriebskostengünstigere Dieselbusse ersetzt. Im Jahr 2005 wurde wegen der extrem hohen Feinstaubbelastung in Klagenfurt im Stadtsenat der Vorschlag einer Wiederaufnahme eines Straßenbahnbetriebs erbracht. Dazu wurde von der Stadt beim Innsbrucker Institut für Verkehrs- und Raumplanung eine Machbarkeitsstudie um 30.000 Euro in Auftrag gegeben. Die Studie kam zu dem Schluss, dass eine Wiedereinführung durch die enorm hohen Kosten von zwölf bis 20 Millionen Euro pro Straßenbahn-Kilometer bei einem Fahrgast-Potenzial von nur 12.500 Personen pro Tag nicht sinnvoll wäre. Ausschlaggebend war dabei, dass seitens der Landespolitik die Auflassung der ÖBB-Bahnstrecke entlang des Wörthersees und deren Ersatz durch eine unterirdische Bahnumfahrungsstrecke mittel- bis langfristig zu erwarten sind, was die Mitbenützung dieser Strecke zwecks Realisierung einer Stadt-Regional-Bahn verunmöglicht hätte; nur als Stadt-Regional-Bahn hätte eine neue Klagenfurter Straßenbahn ausreichend große Fahrgastzahlen haben können.

 

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1911
Neuer Platz
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Geschichte

 

In den Jahren 1883 bis 1885 planten verschiedene Unternehmen den Betrieb einer Pferde-, Dampf- und sogar Elektrostraßenbahn in Klagenfurt. Klagenfurt besaß damals bereits fast 20.000 Einwohner, was einen Bedarf an öffentlichen Verkehrsmitteln rechtfertigte. Doch erst am 15. Mai 1891 wurde die erste Konzession für den Betrieb einer Pferdestraßenbahn in Klagenfurt an die private Firma Springer & Co. erteilt, die kurz darauf mit einem Probebetrieb begann. Am 30. Juni 1891 wurde der Betrieb auf der Strecke Südbahnhof – Heiligengeist Platz – See eröffnet. Der Betrieb war anscheinend sehr klein und nicht gewinnbringend. Die beste Leistung wird für das Jahr 1910 – zugleich das letzte Jahr der Pferdestraßenbahn – mit 386.766 beförderten Personen verzeichnet. Im Jahr 1910 begann Siemens im Auftrag der Stadt, die zuletzt auch Betreiber der Pferdetramway war, mit dem Bau einer elektrischen Straßenbahn. Diese wurde am 6. Mai 1911 mit der Strecke Bahnhof–Theaterplatz eröffnet. Noch im selben Jahr erfolgte ein weitgehender Ausbau des Streckennetzes. Im Jahr 1935 – in dem Klagenfurt übrigens auf Rechtsverkehr umgestellt wurde – wurde die Schienenführung von der Militärschwimmschule zum neu eröffneten Strandbad verlegt. Diese Linie erfreute sich im Sommer sehr großer Beliebtheit und wurde dann mit offenen Wagen betrieben. Doch die fehlenden Investitionen und bis zum Schluss größtenteils nur einspurige Streckenführung bereiteten Probleme. Ab dem Jahr 1944 wurde die Straßenbahn schrittweise auf den Oberleitungsomnibus umgestellt. Ab dem Jahr 1948 wurden zusätzlich Dieselautobusse verwendet, und mit Gemeinderatsbeschluss vom 6. Mai 1954 wurde die Stilllegung der Straßenbahn festgelegt. Die schrittweise Umstellung auf die Busse wurde am 16. April 1963 mit der letzten Fahrt der Straßenbahn auf der Linie Heiligengeist Platz – Hauptbahnhof beendet. Auch der Obus beendete an diesem Tag in Klagenfurt seinen Betrieb. Die offenen Sommerwaggons wurden nach der Stilllegung in verschiedenen Klagenfurter Parks auf Spielplätze gestellt und konnten später vom Verein der Museumstramway teilweise wieder restauriert werden.

 

Militärschwimmschule - Endstation - alte historische Fotos Ansichten Bilder Aufnahmen Ansichtskarten
1917
Militärschwimmschule - Endstation
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Burggasse - alte historische Fotos Ansichten Bilder Aufnahmen Ansichtskarten
1911
Burggasse
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Beim Bahnhof - alte historische Fotos Ansichten Bilder Aufnahmen Ansichtskarten
1910
Beim Bahnhof
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Bahnhofstrasse - alte historische Fotos Ansichten Bilder Aufnahmen Ansichtskarten
1913
Bahnhofstrasse
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1911
Neuer Platz
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Linienführung

 

Die erste Linie war die Pferdebahn vom Südbahnhof über die Burggasse zum Heiligengeistplatz, von dort neben dem Lendkanal auf der Villacher Straße bis zur Militär-Schwimmschule am Wörthersee. Bis zu 15 Pferdebahnwagen waren auf der 5,7 km langen Strecke im Einsatz, die von jeweils einem Pferd gezogen wurden. Die elektrische Straßenbahn begann mit der Strecke Bahnhof–Theaterplatz, darauf folgten noch im Jahr 1911 die Linien Theaterplatz–Kreuzbergl, Heiligengeistplatz–Eisenbahnbrücke (nähe Steinerne Brücke)–See, Theaterplatz–Landesirrenanstalt–Annabichl/Friedhof. Dies ergab ein Liniennetz von weniger als 20 Kilometern.

 

Bahnhofstrasse - alte historische Fotos Ansichten Bilder Aufnahmen Ansichtskarten
1906
Bahnhofstrasse
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Blick Richtung Krezubergl - alte historische Fotos Ansichten Bilder Aufnahmen Ansichtskarten
um 1915
Blick Richtung Krezubergl
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Kärntner Landesregierung - alte historische Fotos Ansichten Bilder Aufnahmen Ansichtskarten
1912
Kärntner Landesregierung
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1915
Neuer Platz
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Bis zum Ende der Straßenbahn 1963 wurden – von lokalen kleinen Änderungen abgesehen – keine Erweiterungen mehr an der Schienenführung vorgenommen. Bereits am Anfang des Betriebs waren die Straßenbahnen viel im Einsatz: auf den wichtigsten Linien im Siebeneinhalb-Minuten-Takt, sonst immerhin jede Viertelstunde. So wurden bis zum Ende der Klagenfurter Straßenbahn im Jahr 1963 insgesamt 277,5 Millionen Fahrgäste befördert.

 

Quelle: Wikipedia